Rohrkrepierer vermeiden – Politik bei digitalem Kulturwandel einbinden

Zahlreiche Kongresse und Fachartikel beschäftigen sich mit der digitalen Transformation der öffentlichen Verwaltung. Erstaunlicherweise wird dabei der Faktor Politik nur stiefmütterlich betrachtet.
Warum eigentlich? Weil man Politiker nicht mag oder schlicht keine Ahnung von politischen Prozessen hat? Es ist eben etwas anderes Digitalisierung in einem Privatunternehmen durchzusetzen als in einer öffentlichen Behörde.

Reformziel Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung

Die Verwaltungsdigitalisierung dynamisch umzusetzen ist für die politische Verwaltungsspitze kein Zuckerschlecken. Denn außer der Bereitstellung von finanziellen Ressourcen geht es in erster Linie auch um einen Kulturwandel in (beispielsweise) der Stadtverwaltung. Der Stadtvorstand muss sich folgenden Herausforderungen stellen:

  1.  Eine Digitalvision für die Kommune entwerfen
  2.  Dafür Sorge tragen, dass sie gelebt wird
  3.  Die Beschäftigten für die Verwaltungsdigitalisierung fit machen
  4.  Geschäftsprozesse und Organisationsstrukturen vom analogen ins digitale Zeitalter überführen
  5.  Ein systematisches Datenmanagement aufbauen
  6.  Neue digitale Leistungen für die Bürger anbieten die es bisher analog nicht gab
  7.  Das Silodenken durch Forcierung der Vernetzung zurückdrängen
  8.  Die generelle Haltung innerhalb der Stadtverwaltung zu Veränderungen anpassen
  9.  Ein strategisches Personalmanagement implementieren damit die digitale und demographische Herausforderung gemeistert werden kann

Damit die Digitalisierung der Kommunalverwaltung gelingt muss die Stadtspitze sowohl den Personalrat als auch die Stadtratsfraktionen mit einbinden. Ohne die Zustimmung der Fraktionen (Parteien) wird es schwierig. Denn allein die Haushaltsgenehmigung kann zum Fallstrick für den anvisierten digitalen Kulturwandel werden. So erst vor wenigen Tagen in einem Landkreis Bayerns passiert. Dort verweigerte der Kreistag dem Landrat einen Social Media – Mitarbeiter.

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