Grenzenlos gemeinsam: 5 Punkte für wirksame Führung im Homeoffice

Rolf Dindorf Führungskräfteberater öffentlicher Dienst Personalentwicklung

Sie führen Mitarbeitende aus der Ferne? Jahrelang diskutiert und wenig praktiziert im öffentlichen Dienst führt die aktuelle Corona-Herausforderung zum deutlichen Anstieg der Büroarbeit im Homeoffice. Doch vielen Führungskräften in der öffentlichen Verwaltung fehlt schlicht die Erfahrung zum produktiven Führen ihrer Beschäftigten auf die Ferne hin. Die Liste folgender Punkte soll Führungskräften in öffentlichen Einrichtungen helfen, virtuelles Führen im Sinne von Effizienz und tragfähigen Resultaten umzusetzen.

  1. Move your Communication to a new beat: Aus alter Gewohnheit neigt man als Führungskraft dazu auch bei der Führung auf Distanz die Kommunikation via E-Mail als zentrale Säule zu nutzen. Doch ist die Ferne schon per se nicht persönlich verstärkt die anonyme E-Mail den Prozess. Damit alle am selben Strang ziehen ist die klassische E-Mail durch Videokonferenzen zu ergänzen. Mögen die Online-Besprechungen noch so holprig sein bleibt ein Stück Persönlichkeit vorhanden.
  2. Dieses Stück Persönlichkeit ist von zentraler Bedeutung für den Zusammenhalt und das Miteinander. Die überraschende physische Distanzierung für viele Beschäftigte im Dezernat ist eine Herausforderung für Psyche  (Isolation) und Arbeitsfähigkeit. Im Gegensatz zu den zahlreich veröffentlichen Presseberichten ist es bei einigen Mitarbeitenden eben gerade kein Zuckerschlecken.
    Warum? Weder verfügen viele Beschäftigte über großräumige Wohnungen noch ist der Wunsch nach täglichem Arbeitsplatz (auch am Wochenende) sonderlich ausgeprägt. Die Trennung von Wohnort und Arbeitsplatz hat sehr wohl auch positive Aspekte.
    Für Führungskräfte folgt daraus: Schaffen Sie trotz physischer Distanz menschliche Nähe. Wie? Ergänzend zu Online-Sitzungen auch persönliche Telefonate nicht vergessen.
  3. Der Sprung ins kalte Wasser erfordert die eindeutige Formulierung von Zielen. Nur bei eindeutig gesetzten Zielen lässt sich am Tagesende ermitteln ob die Zielgerade erreicht wurde. Das hat sowohl für Führungskräfte als auch Mitarbeitende im öffentlichen Dienst Vorteile. Die Führungskraft erhält greifbare Ergebnisse. Der Mitarbeiter kann sichtbare Resultate vorweisen. Somit lassen sich mögliche Zweifel am Arbeitswillen der Beschäftigten rasch aus der Welt schaffen.
  4. Der Lenin zugeschriebene Ausspruch „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ passt in den Tagen von Homeoffice noch weniger als früher. „Führung hat ganz viel mit Vertrauen zu tun“, unterstreicht der Post-Vorstandschef Frank Appel (aus Klimmer/Selonke: #Digital Leadership. Heidelberg 2017. S. 171f). Führung auf Distanz setzt zwangsläufig eine Vertrauenskultur voraus. Sofern es daran bislang mangelte besteht jetzt die große Chance diese zu stärken. „Bei geringem Vertrauen kommt die soziale noch zur objektiven Unsicherheit hinzu. Wenn Manager wesentliche Informationen zurückhalten, Absichten verzerren oder Alternativen verheimlichen, bringen sie damit soziale Unsicherheit ins Spiel und erhöhen die Gesamtunsicherheit bei der Lösung eines Problems“ (Prof. Dale E. Zand: Wissen, Führen, Überzeugen. Heidelberg 1983. S. 52f)
  5. Mitarbeiterzufriedenheit lässt sich auch durch den virtuellen Kaffee- oder Teeplausch erhalten. Kommunikation und Führung im Homeoffice muss sich keineswegs auf nüchterne Geschäftskommunikation reduzieren. Warum nicht auch jede Woche einen virtuellen Austausch wie in der Kaffee- bzw. Teeküche vereinbaren?

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