Einen Zahn zulegen: Strategisches Personalmanagement im Gesundheitsamt

Personal Kommune Pflegeeinrichtung Gesundheitsamt
Rolf Dindorf

Auf einmal stehen Sie im Mittelpunkt: die Gesundheitsämter. Jahrelang fristeten sie ein Mauerblümchendasein in der öffentlichen Wahrnehmung. Seit der Coronakrise wird die Bedeutung der Behörde für unsere Gesellschaft deutlich.

Schreckgespenst strategisches Personalmanagement im Gesundheitsamt?

Rasch wird in der Pandemiebekämpfung deutlich, dass die Gesundheitsämter personell ausgeblutet sind. Eine strategisch verankerte Personalentwicklung fehlt ebenso wie ein attraktives Arbeitgeberimage Gesundheitsamt.

„Es gibt einen schönen Spruch, der ist vielleicht ein bisschen gemein: Wer geht als Arzt zum Gesundheitsamt? Da war die Antwort: 08/15. Null Karrierechancen, acht Stunden Arbeit und höchstens A15. Das ist überspitzt, aber die standen nicht im Zentrum des Interesses.“, so Gerd Landsberg vom Deutschen Städte- und Gemeindebund im Deutschlandfunk.

Finden sich schon in vielen Kommunen nur bedingte Ansätze eines strategischen Personalmanagement so gilt das erst recht für Gesundheitsämter. Als ein Amt unter vielen wurde jahrelang in Kommunalverwaltungen nur bittere Pillen für die Gesundheitsämter gereicht. Digitale Transformation, Mitarbeitermotivation, Führungskräfteentwicklung, Förderung von Führungsnachwuchstalenten, digitale Kompetenzen … Fehlanzeige.

Im Fokus stehen aber nicht nur die Fachärzte für öffentliches Gesundheitswesen. Auch die Mitarbeitenden in den Gesundheitsämtern darf man nicht vergessen. Nicht nur, dass sie hervorragende Arbeit in Pandemiezeiten leisten, auch für sie muss eine digitale Personalstrategie entworfen werden.

Wer rastet, der rostet: Digitalisierung im Gesundheitsamt

„Softwarestau in den Gesundheitsämtern“ titelte der RND und fügt hinzu: „Die Gesundheitsämter kämpfen mit Papierakten und Excel-Tabellen gegen das Coronavirus.“ Zwar einigten sich Ende September Bund und Länder auf einen „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ Bis 2026 fließen vom Bund vier Milliarden Euro für neue Organisationsstrukturen sowie Mitarbeitende und Digitalisierung. Doch fehlt in vielen Gesundheitsämtern ein konkreter Plan für die Digitalisierung. Ganz abgesehen von Konzepten zum Aufbau einer nachhaltigen Arbeitgebermarke Gesundheitsamt. Das Ziel einer digitalen Behörde (Smart Gesundheitsamt) mag attraktiv sein. Vielfach fehlt der konkrete Weg zum Endpunkt (welcher Endpunkt?).
Dabei stehen schon zahlreiche digitale Programme zur Verfügung wie beispielsweise der R23 INTELLIGENT ASSISTANT. Eine intelligente Verbindungstechnologie für zeitgemäßes digitales Business Modelling in der öffentlichen Verwaltung.

Damit die Digitalisierung in den Gesundheitsämtern weiter an Fahrt gewinnt gilt es jetzt am digitalen Ball zu bleiben. Damit Gesundheitsämter dauerhaft effektiver arbeiten und ein Aufbruch statt digitalem Strohfeuer einsetzt bedarf es eines strategischen Personalentwicklungskonzeptes. Jetzt erarbeiten und konsequent umsetzen.
„Einen Ruf erwirbt man sich nicht mit Dingen, die man erst tun wird. “
Henry Ford

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Photo: iStock (c)


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