Vertrauenskultur – damit kein Sand im Getriebe Platz hat

Vertrauenskultur Rolf Dindorf Kaiserslautern
Verwaltungskultur – Warum neu denken?
Langsam aber sicher kommt der Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst an. Zwei Jahrzehnte Stellenabbau und Einstellungsstopp haben die öffentliche Verwaltung altern und unattraktiv werden lassen. Arbeiteten 1991 noch 6,8 Millionen Menschen im öffentlichen Dienst sind es heute etwa 4,7 Millionen Beschäftigte.

Ein beträchtlicher Teil der Mitarbeiter ist jenseits der 50. Nachwuchsmangel droht. Doch wie rasch attraktiv werden? Damit im Wettbewerb um engagierte Mitarbeiter die öffentliche Hand nicht auf der Strecke muss umgehend reagiert werden.  Nach Jahrzehnten der Kostenfragen muss die Personalentwicklung und das Arbeitgeberimage im öffentlichen Dienst deutlich gestärkt werden.

Vertrauenskultur – ein vergessenes Prinzip?

Auf der Suche nach einem verbesserten Arbeitgeberimage gilt es sich eines uralten Prinzips zu erinnern: Vertrauenskultur.

Die einzelnen Verwaltungen müssen analysieren welche Werte sie leben. Sind diese noch zeitgemäß? Welche Verwaltungskultur geht aus den Werten hervor? Damit die öffentliche Hand die besten Fachkräfte finden und binden kann muss sie ihre Organisationskultur mit einer Vertrauenskultur unterfüttern. Die Generation Y und Z erwartet Sinn und Werte seitens des Arbeitgebers.

Dazu gehört auch beispielsweise die Politik der offenen Türen. „… this policy is aimed at building mutual trust and understanding, and creating an environment in which people feel free to express their ideas, opions, problems, and concerns“ (David Packard: The HP Way. New York 2005.
S. 157). Warum nicht der Philosophie von Hewlett Packard folgen?

Damit der Fachkräftemangel nicht weiter unter den Nägeln brennt ist die Verwaltungskultur mit einer Vertrauenskultur anzureichern. Anfangen!

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