Die eine Diagnosefrage für Entscheidungsfähigkeit

Rolf Dindorf

Eine Diagnosefrage für Führungsklausuren, die Realität sofort sichtbar macht?
Stellen Sie der Führungskräfterunde schlicht diese Frage:
„Welche Entscheidung in unserem Unternehmen wäre heute sinnvoll – wird aber seit Monaten oder Jahren nicht getroffen?“

Dann passiert meist etwas Interessantes. Erst wird es still. Dann fallen ein oder zwei Beispiele. Und plötzlich erkennen alle Führungskräfte:
Es geht nicht um Methoden oder Workshops. Es geht um fehlender Mut und blockierte Entscheidungsfähigkeit.

Diagnosefrage: Was danach sichtbar wird

Wenn diese Frage offen diskutiert wird, tauchen fast immer drei Muster auf.
1. Zuständigkeitsnebel
Typische Aussagen:

„Das liegt eigentlich beim Dezernat.“
„Das müsste der Ausschuss entscheiden.“
„Da brauchen wir erst noch eine Abstimmung.“

Das Problem ist nicht der Inhalt der Entscheidung. Das Problem ist: Niemand hat ein klares Mandat.

2. Verantwortungsdiffusion
Häufig hört man:

  • „Das müssen wir gemeinsam entscheiden.“
  • „Das betrifft mehrere Bereiche.“

Das klingt kooperativ – führt aber oft dazu, dass niemand entscheidet.

3. Folgenangst
Hier wird es meist ehrlich.
Typische Sätze:

  • „Das gibt politischen Ärger.“
  • „Das könnte Kritik auslösen.“
  • „Das wollen wir erst noch absichern.“

Das bedeutet:
Die Organisation schützt sich vor möglichen Folgen – und verzichtet dafür auf Entscheidungen.

Entscheidungsfähigkeit: Warum diese Frage so stark ist

Viele Organisationsdiskussionen in Unternehmen oder Verwaltungen bleiben abstrakt:

  • Kultur
  • Transformation
  • Zusammenarbeit
  • Innovation

Diese Diagnosefrage zwingt dagegen zu etwas anderem: Konkretheit.
„Sie zeigt sofort wo Entscheidungen hängen, warum sie hängen und welche Struktur dahintersteht“, so der Unternehmensberater Rolf Dindorf aus Rheinland-Pfalz.

Führungskräftetag: Der entscheidende Erkenntnismoment

In fast jeder Organisation stellt sich danach heraus: Die Probleme liegen selten bei den  Mitarbeitern.
Sie liegen meist in drei Punkten:

  1. Mandat ist unklar
  2. Verantwortung wird verteilt
  3. Folgen sind politisch oder organisatorisch schwer tragbar

Damit ist die eigentliche Ursache sichtbar.

Warum das für Führung wichtig ist

Entscheidungsfähigkeit entsteht selten durch neue Methoden, neue Programme oder neue Prozesse. Sie entsteht durch Klarheit in drei Punkten:

  • Wer darf entscheiden?
  • Wer trägt Verantwortung?
  • Was passiert danach?

Unternehmen und Behörden, die diese Fragen klären, werden deutlich handlungsfähiger.

Möchten Sie mehr über das GILT-Prinzip erfahren?
Nehmen Sie Kontakt zu Rolf Dindorf auf!
Sinn führt!
0631 6259657

Photo: iStock(c)


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Entscheidungen, die nicht gelten, kosten mehr als Zeit.

Abstrakte Betontreppe als Symbol für Entscheidungsfähigkeit, Führung und Handlungsfähigkeit in Verwaltung und Mittelstand

Der Weg zur Handlungsfähigkeit beginnt dort, wo Entscheidungen Klarheit, Mandat und Geltung erhalten.

Sie kosten Vertrauen. In Führung. In die Organisation. Und irgendwann in die eigene Handlungsfähigkeit.

In den meisten Organisationen liegt das Problem nicht in der Motivation der Beteiligten. Es liegt daran, dass niemand geklärt hat, wer wirklich entscheiden darf – und was danach verbindlich gilt.

Eine Führungsklausur nach dem GILT-Prinzip klärt genau das. In einem oder zwei Tagen. Mit konkretem Ergebnis.

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