Wie werde ich als kommunale Verwaltung ein attraktiver Arbeitgeber?

Viele Kommunen kämpfen mit dem Fachkräftemangel. Erzieherinnen, Pfleger, IT-Fachkräfte, Radverkehrsplanerinnen, Ärzte… Die Bewerberlage ist überschaubar. Überraschend? Nein. Die makroökonomischen Trends demographischer Wandel, Digitalisierung und Wertewandel sind schon länger bekannt. Zahlreiche kommunale Verwaltungsspitzen (sowie Kreistags- und Stadtratsmitglieder) haben sich mit den folgenden Fragen zu wenig dazu auseinandergesetzt:

  1. Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf unser kommunales Personalmanagement?
  2. Haben diese strukturellen Umbrüche schon ihre volle Wirkung auf unseren Personalkörper entfaltet?
  3. Inwieweit muss unsere Personalstrategie (sofern vorhanden) angepasst werden?
  4. Welche Chancen stecken in diesen Veränderungen?

Totengräberstimmung beim kommunalen Arbeitgeberimage?

Stichwort demographischer Wandel: 57,9% der Beschäftigten scheiden in den nächsten 20 Jahren laut dbb bei den Kommunalverwaltungen aus. Personalgewinnung (und Mitarbeiterbindung) ist schon heute ein Thema. Tendenz steigend.
Dabei gilt: Ein attraktives Arbeitgeberimage als Teil einer Personalstrategie fällt nicht vom Himmel. Es erfordert einen Marathon aus Fleiß, Disziplin, Strategie, Innovation, Geld und Willen.
Positives Beispiel: Wuppertal. Die Stadt sucht annähernd 200 Auszubildende für das Jahr 2022. In folgenden Berufen kann man sich als Wuppertalent ausbilden:
Anlagenmechanikerin und –mechaniker
Bachelor of Arts Verwaltungsinformatik (gehobener Dienst)
Bachelor of Laws (gehobener Dienst)
Fachangestellte und -angestellter für Bäderbetriebe
Fachangestellte und -angestellter für Medien- und Informationsdienste – FR Bibliothek
Fachinformatikerin und -informatiker – FR Systemintegration
FR Anwendungsentwicklung
FR Daten- und Prozessanalyse
Feuerwehr
Forstwirtin und Forstwirt
Geomatikerin und Geomatiker
Gesundheit und Pflege
IT-System-Elektronikerin und -elektroniker
Kaufleute für Dialogmarketing
Kfz-Mechatronikerin und -mechatroniker FR Nutzfahrzeuge (ESW)
Sozial- und Erziehungsdienst
Stadtbauoberinspektoranwärterinnen und -anwärter für das Ressort Straßen und Verkehr
Stadtbauoberinspektoranwärterinnen und -anwärter für das Ressort Bauen und Wohnen
Straßenwärterin und -wärter
Tierpflegerin und -pfleger – FR Zoo
Vermessungstechnikerin und -techniker
Verwaltungswirtin und -wirt (mittlerer Dienst)
Verwaltungsfachangestellte und -angestellter
Verwaltungsfachangestellte und -angestellter im Ordnungsdienst

Das Angebot an attraktiven Ausbildungsplätzen ist eine Möglichkeit sein Arbeitgeberimage aufzuwerten. Doch für ein solches Angebot muss auch systematisch geworben werden. Nicht jeder Jugendliche (und deren Eltern) kennt die angebotenen Jobs.

Positives Beispiel: Gelsenkirchen. Die Stadt wirbt u.a. auf Instagram mit einer attraktiven Personalgewinnungskampagne.

Teil 2 (Wertewandel und Mitarbeitergewinnung in der Kommune) zum Thema attraktives Arbeitgeberimage kommt im nächsten Blogbeitrag.

Photo: iStock (c)


Sie fanden den Beitrag gut? Bitte teilen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Aufbruchsstimmung durch moderne Arbeitskultur
Personalentwicklung im öffentlichen Sektor mal anders gedacht?

Mitarbeitermotivation öffentlicher Dienst

Digitalisierung meistern – Mitarbeitende binden – Veränderung gestalten
Wie bringt man die Organisation personell wirklich weiter?

Jetzt abonnieren und immer aktuell bleiben mit dem kostenlosen Personalletter!
Verständlich – anspruchsvoll – glaubwürdig