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Was fehlt vielen Beratungskonzepten der agilen Verwaltung? Friedhofsstille herrscht häufig sowohl in Beraterkreisen als auch Presseberichten wenn es um die Politik bei der Einführung agiler Organisationskonzepte in der öffentlichen Verwaltung geht. So als würde der personelle und organisatorische Umbau einer öffentlichen Behörde einfach an der Verwaltungsspitze oder dem Stadtrat vorbeigehen.
Politik: Das ungeliebte Kind der agilen Verwaltung?
Wenn die Luft dünn wird beim Umbau einer Kreisverwaltung hin zu einer agilen öffentlichen Einrichtung mit Scrum, Kanban, siloübergreifender Zusammenarbeit, Lego® Serious Play® usw. muss einer den Kopf hinhalten. Sei es der Landrat, Oberbürgermeister, Personaldezernent oder Landesminister …. Sie stehen in der Endkonsequenz gerade für die viel bejubelte Fehlerkultur in der Verwaltung. Wo sind dann die Berater, wenn es darum geht die Ansätze agiler Verwaltung gegenüber dem Stadtrat oder der Öffentlichkeit zu verteidigen?
Agilität im öffentlichen Dienst ohne Parteien?
Jeder kennt die rasche öffentliche Diskussion um verschwendete Steuergelder. Wie reagiert die Öffentlichkeit wenn im Amt Lego® Serious Play® gespielt wird? Wenn unbeabsichtigte Fehler gemacht werden, die (erhebliche) Kosten verursachen? Dies alles muss bei der Einführung agiler Personal- und Organisationentwicklung mitgedacht werden.
Machtfragen spielen in unserem politischen System eine zentrale Rolle. Das muss man nicht mögen aber ebenso mitdenken. Oberbürgermeister und Landräte werden durch das Volk gewählt. Kommunale Dezernenten werden durch den Stadtrat/Gemeinderat/Kreistag gewählt. Da geht es nicht ohne Parteien. Der Haushalt wird durch die Volksvertretung verabschiedet. Auch da spielt die Politik eine Rolle.
Geht es um die Veränderung des gesetzlichen Rahmes oder Tarifrechtes (Stichwort: Arbeitsplatzbewertung) zur Weiterentwicklung einer agilen Verwaltung sind ebenso politische Entscheidungsträger einzubinden.
Fazit:
Vom Stückwerk zur Strategie reift die Idee einer agilen Verwaltung nur, wer die politische Ebene mitdenkt und einbindet.
Photo: iStock (c)
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Rolf Dindorf berät Leitungsebenen in Mittelstand, kommunalen Unternehmen und Verwaltungen zu Fragen der Entscheidungsfähigkeit, Führung und Mitarbeiterbindung. Sein Diagnoserahmen – das GILT-Prinzip – macht sichtbar, warum Entscheidungen in Organisationen nicht gelten, obwohl formal alles geregelt ist.

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