Zauberformel Authentizität: Personalgewinnung in der Verwaltung

Arbeitgebermarke Kommunalverwaltung Arbeitgeberattraktivität

Personallücken wohin man schaut. Steht die Zukunftsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung auf dem Spiel?
Fachkräftemangel und demographischer Wandel gehen im öffentlichen Dienst parallel einher. „Lennestadt: Stadt findet kein Personal“ titelt aktuell die Westfalenpost. Lennestadt ist überall.

Spielzug strategische Mitarbeitergewinnung in der Behörde

  • Welches Personal geht wann mit welchen Qualifikationen in den Ruhestand?
  • Welche Beschäftigten werden wir wann mit welchen Qualifikationen in absehbarer Zeit in unserer Verwaltung brauchen?

Zwei Fragen mit strategischer Bedeutung für die Mitarbeitergewinnung einer Kommunalverwaltung. Daraus abgeleitet bedarf es einer weitsichtigen strategischen Personalplanung.
Wie wollen wir uns als Arbeitgeber mit einer attraktiven Arbeitgebermarke als Sozialversicherung X von der Konkurrenz differenzieren? Mit welchem Arbeitgeberimage möchten wir zukünftig den Fachkräftemangel erfolgreich in der Landesbehörde Y lösen?

Totengräberstimmung durch mangelnde finanzielle Konditionen? Die Ausrede im Hinblick auf eine mangelnde finanzielle Ausstattung trifft eben nicht grundsätzlich zu. Würden ansonsten über 4Mio Menschen im öffentlichen Dienst arbeiten? Sicherlich wird es gerade im Hinblick auf umkämpfte Fachkräfte (Stichwort Wissensarbeiter) in Zukunft schwieriger sie ohne angemessene Entlohnung für die (kleine) Kommunalverwaltung zu gewinnen. Doch ohne überzeugendes (emotionales) Arbeitgeberimage und  nachhaltigen Verwaltungskultur werden sich noch weniger (Personal-)Berge versetzen lassen.

Authentische Personalgewinnung im Amt schlägt Plattitüden

„Manager sagen sehr gern: ‚Unser größter Aktivposten besteht in Menschen‘. Sie wiederholen sehr gern die Binsenweisheit, daß der einzige wirkliche Unterschied zwischen der einen oder anderen Organisation in der Leistung der Menschen besteht.“ (Peter F. Drucker: Neue Management-Praxis. Düsseldorf 1974. S. 470)

Schon 1974 ging Professor Drucker unter der Kapitelüberschrift „Sind Menschen unser grösster Vermögenswert“ kritisch auf die auch heute regelmäßig zu hörende Plattitüde ein. Hört sich so eine überzeugende Arbeitgebermarke Sozialversicherung an? Wie häufig ist aus Verwaltungsspitzen und Personalämtern dieser Allgemeinplatz zu vernehmen? Und wird diese wichtigste Ressource in der Dienstaufsichtsbehörde auch so behandelt?
Noch mal Professor Drucker: „Aber während Manager vorgeben, daß Menschen ihre Hauptressource seien, konzentrieren sich die traditionellen Methoden der Leitung von Menschen nicht auf Menschen als einer Ressource, sondern als Probleme, Verfahren und Kosten.“
Erinnert sei hier nur an die (technische) Ausstattung der Amtsstuben (Stichwort Gesundheitsämter) oder die unzureichende Grundlage vom Arbeiten im Homeoffice.

Authentische Personalgewinnung wird zur strategischen Schicksalsfrage

Wie trete ich als Kreisverwaltung auf? Welches Bild vermittelt die Behörde nach innen und außen?
Mit welcher innovativen Imagekampagne tritt die Bezirksregierung an potentielle Bewerber/innen heran?
Beispiele gesucht:

  • Die Imagekampagne 100für100 der GdP (Gewerkschaft der Polizei)
  • Sachsen erregt Aufmerksamkeit mit seiner Kampagne „Mach was Wichtiges

Oben auf der Welle schwimmen die Stadtwerke langfristig aber auch nur, wenn die mit Esprit vermittelten Inhalte auch authentisch gelebt werden. Denn so fasst es Professor Christian Scholz im ZDF zur Generation Z zusammen: „Die glauben diesen platten Sprüchen wie „der Mensch steht im Mittelpunkt“ einfach nicht und fallen auch nicht auf Werbeslogans rein.“

Dieser Befund trifft auch auf die anderen Generationen zu! Jede öffentliche Verwaltung sollte sich fragen: Wie authentisch treten wir in der Personalgewinnung auf?

Jetzt dazu Kontakt mit Rolf Dindorf aufnehmen.

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Photo: iStock (c)


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