Personalentwicklung Verwaltung: Der Schmerz der Betrogenen

Schiedsrichter rote Karte strategische Personalentwicklung öffentliche Verwaltung

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt der öffentlichen Verwaltung und damit auch, welche Interessensgruppen verstärkt im Fokus der Verwaltungsführung sowie Personalmanagement stehen. Jene Beschäftigten mit kreativem und innovativem Denken die selbstorganisiert das Silodenken überwinden und sich flexibel in agiles Projektmanagement einbringen stehen im Fokus der Personalarbeit.

Unterm Brennglas: Strategische Personalentwicklung für alle Mitarbeitenden

Doch wie schaut es mit Verwaltungsfachangestellten mit Routinetätigkeiten aus?
Weitere Berufe, die nicht im Fokus des medialen Hypes um eine digitalisierte Kommunalverwaltung stehen:

  • Gerichtsvollzieher
  • Justizvollzugsbeamtin
  • Notarfachangestellte
  • Sozialversicherungsfachangestellter
  • Polizeikommissar
  • Fachangestellter für Bäderbetriebe
  • Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen

„Es ist letztlich ein weltweites Entfremdungsphänomen, viele, die sich abgehängt fühlen, fühlen sich in politischen Diskursen oft nicht mehr repräsentiert. „Es gibt eine tief sitzende kulturelle Verachtung gegen diese Art von traditionalistischen Lebensweisen“, äußerst sich Prof. Wolfgang Merkel im Tagesspiegel. Doch geht es weit über politische Diskurse hinaus. Auch im Bereich der Verwaltungsführung und strategischem Personalmanagement findet sich in Landesverwaltungen eine Unterrepräsentanz der Routineberufe wider. Routine ist nicht sexy.

Herzstück: Mitarbeitermotivation im öffentlichen Dienst

Routine ist nicht sexy. Doch wie soll die Mitarbeitermotivation der Routinemitarbeiter gestärkt werden wenn sie täglich erleben, wie wenig ihr Job medial und personalpolitisch geschätzt wird?

Mit den Worten von Wolfgang Niedecken zu sagen:
Verraten un verkauft, müde un verbraucht,
unendlich frustriert.
Hoffnungslos, wat ess bloß passiert?
Wie em freie Fall, affjeschmiert, banal.
Et jitt Stories, janz ohne Moral.

(Verraten un verkauft, Vom Album „Alles fliesst“, 2020)

Der Kollateralschaden ist eine fortgesetzte Entfremdung zwischen zahlreichen Mitarbeitenden im öffentlichen Sektor mit zwar bedeutenden aber wenig geschätzten Tätigkeiten und dem Arbeitgeber Rentenversicherung. Häufig versteht man sich gegenseitig nicht mehr. Wie soll man da noch motiviert arbeiten? Oder Lust für den nächsten Change-Prozess haben?

Fazit: Verwaltungsspitzen, Führungskräfte und Personalentwicklung sind gefordert, ihren verengten Fokus zu erweitern und auch die Routinearbeiter in den Blick zu nehmen.

Interesse an der Umsetzung?
Einfach mal anrufen: 0631 – 625 96 57

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Photo: iStock (c)


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