Zukunftsradar Digitale Kommune: Ist KI angekommen?

E-Government Deutschland Verwaltung
Rolf Dindorf

Rund zwei Drittel der Kommunen in Deutschland sieht Chancen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz in ihrer täglichen Arbeit. Das ist ein Ergebnis des „Zukunftsradar Digitale Kommune 2023“.
Derzeit ist der Anteil der Städte und Gemeinden, die bereits auf diese Technologien setzen, allerdings noch gering. Vielfach behindern rechtliche Hürden oder ungeklärte Datenschutzfragen den Einsatz dieser Technologie. Auch wenn insgesamt Fortschritte im Bereich der Digitalisierung zu verzeichnen sind, bleiben die Herausforderungen bestehen. Den Kommunen fehlen vor allem Fachpersonal und die notwendige finanzielle Ausstattung.

Zukunftsradar Digitale Kommune: motivierend und ernüchternd

Der Zukunftsradar wird regelmäßig in einer Kooperation des Instituts für Innovation und Technik (iit) und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) erstellt. In diesem Jahr beteiligten sich mehr als 900 Städte und Gemeinden an der vierten Ausgabe der Erhebung zum Stand der Digitalisierung in den deutschen Kommunen. Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Städte und Gemeinden fühlt sich gut auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet und rund 60 Prozent geben an, im vergangenen Jahr Fortschritte in diesem Bereich gemacht zu haben. Dennoch bewertet gleichzeitig nur knapp jede vierte Kommune den eigenen Stand der Digitalisierung als gut oder sehr gut. Die Ergebnisse des „Zukunftsradars Digitale Kommune 2023“ sind motivierend und ernüchternd zugleich.

Sowohl bei den strategischen Fragen als auch in der Umsetzung und Betreuung stellt das fehlende Personal eine entscheidende Hürde dar – rund die Hälfte der Kommunen (53 Prozent) sieht hier einen großen Hand­lungsbedarf. Die Kommunen konkurrieren mit allen anderen öffentlichen Sektoren und der Privatwirtschaft um IT-Fachkräfte. Mit Blick auf die angespannte kommu­nale Haushaltslage ist zudem eine bessere finanzielle Unterstützung durch Bund und Länder zwingend erforderlich. Zusätzliche Finanzmittel, Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote sowie eine stärkere Vernetzung der Kommunen untereinander werden unter den Befragten weiterhin als die sinnvollsten Instrumente angesehen, um die Digitalisierung voranzutreiben.

Aktuell setzen 8 Prozent der Kommunen bereits KI oder automatisierte Systeme in ihrer Verwaltung ein. Die größten Hemmnisse erkennt mehr als die Hälfte der Befragten beim Datenschutz, rechtlichen Aspekten sowie der Akzeptanz.

Zum Zukunftsradar Digitale Kommune 2023

Photo: iStock (c)


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