Öffentliche Verwaltung: Einen Zahn zulegen bei der Vertrauenskultur

In seiner Berliner Rede von 2004 erklärte der damalige Bundespräsident Johannes Rau: „Ich will über das sprechen, was nach meiner Erfahrung die notwendigen Veränderungen in unserem Land überhaupt erst möglich macht: Ich rede von Vertrauen und Verantwortung. … Entscheidend ist aber: Wo Vertrauen fehlt, regiert Unsicherheit, ja Angst. Angst vor der Zukunft ist der sicherste Weg, sie nicht zu gewinnen. Angst lähmt die Handlungsfähigkeit und trübt den Blick für das, was in Staat und Gesellschaft tatsächlich grundlegend verändert werden muss, was neuen Bedingungen angepasst werden soll und was auf jeden Fall bleiben muss. …
Wenn wir diese Zukunft gestalten wollen, wenn wir sie menschlich gestalten wollen, dann brauchen wir zweierlei: Vertrauen in die, die für uns Verantwortung tragen und die Bereitschaft, selber Verantwortung zu übernehmen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die notwendigen Veränderungen schaffen können. Genauso fest glaube ich aber, dass der Mangel an Vertrauen und Verantwortungsbereitschaft der eigentliche Grund für die massive Verunsicherung ist, für die an vielen Stellen pessimistische Stimmung und für die mangelnde Kraft zur Veränderung.“

Vertrauenskultur und Mitarbeitermotivation in der Verwaltung

Gerade bei der Digitalisierung im öffentlichen Dienst herrscht in vielen Ämtern und Behörden eine massive Verunsicherung in der Belegschaft. Was kommt da auf uns zu? Was wird aus meinem Arbeitsplatz? Werde ich in Zukunft noch gebraucht? Wie sieht es mit meiner Karriere aus?

Da mangelt es seitens der Behördenleitung häufig an Sensibilität für ihre Beschäftigten. Die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung kann nur bei einer klaren Digitalversion der einzelnen Stadtverwaltungen gelingen. Dabei reicht es nicht einen Chief Digital Officer (CDO) zu installieren. Vielmehr muss unter Einbeziehung der Mitarbeitenden ein Kulturwandel eingeleitet werden der verdeutlicht, dass die digitale Verwaltung von morgen sich von nicht mehr zeitgemäßen Lösungsansätzen verabschieden muss. Damit die Mitarbeiter den Sinn verstehen ist ausführlich das „Warum“ zu erläutern. Das stärkt die Vertrauenskultur und Mitarbeitermotivation.

Es reicht heute nicht mehr nur auf der Grundlage von Hierarchie und Autorität Anweisungen zu erteilen. Mit der Einführung digitaler Innovationsprozesse muss auch das Herz der Mitarbeitenden erreicht werden. Konkret bedeutet dies auch neue Führungsleitlinien zu entwickeln. Führungswissen und Führungskompetenzen sind um Aspekte vertrauensorientierter Ansätze zu erweitern. Machen Sie Vertrauen zum Kassenschlager ihrer Mitarbeitermotivation!

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