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Der öffentliche Dienst bewegt sich auf ein selbstverschuldetes Dilemma zu. „Anstellung unbefristet, Gehalt ab 5000 Euro aufwärts, flexible Arbeitszeit, Teilzeit möglich, Verbeamtung auch – diese Stellenausschreibung verheißt eine Bewerberflut. Oder nicht?“, schreiben die Kieler Nachrichten mit der Überschrift „Arzt hinter Gittern händeringend gesucht“.
Leider reicht das nicht mehr. Die Stellennachbesetzungen vieler Beamter und Angestellter in der öffentlichen Hand werden langsam zum Geduldsspiel. Überraschend kommt es nicht. Warnungen zum demographischen Wandel gibt es seit Jahrzehnten.
Die Attraktivität im öffentlichen Dienst muss umgehend verbessert werden. Junge Nachwuchstalente lassen sich nur für Arbeitsplatz gewinnen, die attraktiv, interessant und zukunftsorientiertes Arbeiten ermöglichen.
Altbackenes Personalmarketing gehört auch rasch entsorgt. Es reicht eben nicht, nur klassisches Personalmarketing zu betreiben wie beispielsweise:
– Präsenz auf Messen,
– Annoncen in Fachzeitschriften,
– Hochschulrecruiting sowie
– Bachelor- und Masterarbeiten und Praktika anzubieten.
Einen Schritt weiter ist da schon die Bundespolizei. Sie bietet mit der Panther Challenge das „härteste Schülerpaktikum“ Deutschlands an.

Rolf Dindorf berät Leitungsebenen in Mittelstand, kommunalen Unternehmen und Verwaltungen zu Fragen der Entscheidungsfähigkeit, Führung und Mitarbeiterbindung. Sein Diagnoserahmen – das GILT-Prinzip – macht sichtbar, warum Entscheidungen in Organisationen nicht gelten, obwohl formal alles geregelt ist.

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