Verwaltung: 5 Vorschläge zur digitalen Führungskultur

Rolf Dindorf Führungskräftetrainer agile Verwaltung Personalwesen

Segel setzen: Modern heißt heute eine digitale öffentliche Organisation zu sein. Doch dazu bedarf es auch einer digitalen Führungskultur. Schon vor Corona befand sich die Arbeitswelt im Umbruch: Wertewandel, Digitalisierung und demographischer Wandel sind hier die bekannten Schlagworte. Alle drei Megatrends wirken zusammen.
Mit einer älter werdenden Mitarbeiterschaft und Führungscrew müssen die Herausforderungen gemeistert werden. Dabei geht es nicht nur darum regelmäßig in homöopathischen Dosen neue digitale Technologien einzuführen. Bis in die Haarspitzen gefördert gehören auch die digitalen Soft Skills.

  1. Erfolgsrezepte von gestern helfen heute nur noch bedingt die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu meistern. Digitales Führungshandeln im öffentlichen Sektor ist daher gefordert Veränderungsbereitschaft konsequent zu fördern. Mit der Veränderung zum Homeoffice endet nicht der Digitalisierungsprozess (Stichworte KI, Assistenzsysteme). Damit die Volatilität unserer Zeit gemeistert werden kann sind eine stetig angepasste Fort- und Weiterbildung zwingend erforderlich. Bildung ist somit kein nice to have dass mal nebenbei bei der digitalen Führungskultur der Verwaltung vorkommen darf.
  2. Der Kreis Sigmaringen ist überall. Mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren der Mitarbeitenden und 51 Jahren bei den Führungskräften zeichnet sich dramatisch der demographische Wandel ab. Damit die Frischzellenkur Verwaltungsdigitalisierung gelingt müssen sich die Führungskräfte selbstkritisch fragen „Bin ich selbst noch digital fit“? Gehen gerade ältere Führungskräfte im öffentlichen Dienst mit Begeisterung und Kenntnis an die digitale Transformation reißen sie in ihrer Vorbildfunktion die Mitarbeitenden mit.
  3. Auf Distanz führen wird bald zum Alltag in einigen Verwaltungsbereichen gehören. Der digitale Führungsstil begrüßt diese Entwicklung und sieht es nicht nur als „der Not geschuldet an“. Durch den Wegfall persönlicher Kontrolle gewinnt der Faktor Vertrauenskultur an erheblicher Bedeutung im öffentlichen Sektor. „Wie lässt sich Vertrauen im Team und zwischenmenschlich deutlich stärken?“ Mit dieser Frage wird sich digitales Führungshandeln verstärkt auseinandersetzen müssen.
  4. Digitale Führungspersönlichkeiten der öffentlichen Hand achten bei der Rekrutierung und Beförderung auf die Einstellung der Mitarbeitenden. Das Anforderungsprofil muss klar digitale Kompetenzen umfassen.
  5. Die Pandemie hat vieles durcheinander gewirbelt. Eines aber nicht: Sinnstiftende Führungskultur führt zu mehr Mitarbeitermotivation. Damit die Beschäftigten für die Verwaltungsdigitalisierung brennen ist der Sinn veränderter Arbeitsabläufe (Delegation, Selbstorganisation, Vernetzungsbereitschaft, Innovationsfreude) zu erläutern. Wie schon Herman Hesse schrieb:
    „Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben –
    aber es hat nur ganz genau so viel Sinn,
    als wir selber ihm zu geben imstande sind.“
    Dazu ist der Mitarbeitende aber nur dann fähig, wenn ihm der Sinn vermittelt wurde. Sinn führt!

Sinn führt.

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